Mammografie erkennt 26% aller Brustkrebse nicht

Röntgenuntersuchung weniger sicher als vermutet

Einer aktuellen Untersuchung nach ist die inzwischen bereits als Screeningmethode angewandte Röntgenuntersuchung der Brüste (Mammografie) nicht so sicher, wie oft vermutet wird: Laut den Untersuchungen werden 26% aller Brustkrebse nicht erkannt.

Sollte man als Frau daher auf eine angebotene Mammografie verzichten?

Nein, aber es ist sinnvoll, außer der Mammografie auch eine Untersuchung der Brust mit Ultraschall durchführen zu lassen. Nicht wenige der in der Röntgenuntersuchung nicht sichtbaren Knoten können durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt werden. Der Grund liegt darin, dass es sich beim Ultraschall um eine physikalisch andere Technik handelt, die dadurch Knoten mit anderen Eigenschaften darstellen kann, als die Mammografie.

Wie oft sollte eine Brustuntersuchung durchgeführt werden?

Angesichts der Häufigkeit von Brustkrebs (jede neunte Frau erkrankt in Lauf ihres Lebens daran) halte ich die 1x jährliche Kontrolle für das absolute Minimum an Vorsorge. Optimal sind halbjährliche Kontrollen (Tasten und Ultraschall) und ab 50 Jahren 2-jährige Abstände zwischen den Mammografien, falls in der engeren Familie noch KEIN Brustkrebs aufgetaucht ist. Falls doch, können auch Mammografiekontrollen einmal pro Jahr sinnvoll sein.