Mit Vitamin D und ASS den Krebstod verhindern

Aufsehen erregende Neuigkeiten gibt es in der Krebsbehandlung: Seit kurzem ist klar, dass es möglich scheint, die Verschleppung von Krebszellen aus dem ursprünglichen Tumor mit einfachen Methoden zu hemmen. Dadurch könnten Millionen von Patienten gerettet werden.

Solange Krebs dort bleibt, wo er entstanden ist, führt die Erkrankung nur in Ausnahmefällen zum Tod. Gefährlich wird es erst, wenn sich Absiedlungen im ganzen Körper gebildet haben, die so genannten Metastasen. Sie können ganze Organe zerstören, zu unkontrollierten Blutungen und lebensbedrohlichen Thrombosen, also Verstopfung von Blutgefäßen führen. Jede dieser Metastasen ist dadurch entstanden, dass sich ein Stück des ursprünglichen Tumors losgerissen hat, über Blutgefäße innerhalb des Körpers verschleppt wurde und sich an einer entfernten Stelle wieder angesiedelt hat.

Dieser Vorgang wird als Metastasierung bezeichnet und kann wohl mit einfachen und sehr kostengünstigen Methoden verhindert werden: Mit Vitamin D und Acetylsalicylsäure (ASS). Kosten: Um die 10 Euro pro Monat.

Vitamin D

Vitamin D ist eine durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildete Substanz, welche bei Brust-, Lungen-, Prostata-, Haut- und Darmkrebs in zahlreichen Untersuchungen direkt mit dem Krebsrisiko zusammenhängt: Je niedriger der Vitamin-D-Spiegel eines Menschen, desto höher sein Krebsrisiko. Auch das Wiederauftreten von bereits behandeltem Krebs konnte mit Vitamin D in Studien vermindert werden.

Doch auch dann, wenn Krebs bereits vorhanden ist, scheint Vitamin D in vielen Fällen das Schlimmste verhindern zu können: Brustkrebs-Patientinnen, die zu wenig Vitamin D im Blut haben, haben eine schlechtere Prognose als solche mit einem höheren Vitamin-D-Spiegel. Das ergab eine Studie an insgesamt 512 Frauen mit einem Mammakarzinom im Frühstadium. Bei Frauen mit einem verminderten Vitamin-D-Spiegel war das Risiko für Fernmetastasen nahezu verdoppelt im Vergleich zu Frauen mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung. Auch die Sterberate war 1,73-fach erhöht. Die schlechte Prognose bei zu niedrigem Vitamin-D-Spiegel war unabhängig von Faktoren Alter, Body Mass Index (BMI) und Tumorstadium. Warum Vitamin D gegen Krebs wirkt, ist noch nicht klar, es stimuliert aber vermutlich die Zellen den Körperabwehrsystems, die daraufhin Krebszellen besser erkennen und bekämpfen können.

In Deutschland leiden im Winter ca. 80 Prozent aller Menschen unter Vitamin-D-Mangel und im Sommer immerhin noch 60 Prozent. Wer unter Krebs leidet, sollte täglich 5000 Internationale Einheiten (I.E.) Vitamin D einnehmen und gelegentlich seinen Vitamin-D-Spiegel 12 Stunden nach der Einnahme überprüfen lassen. Der Spiegel sollte bei mindestens 30 und nicht über 80 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Acetylsalicylsäure

Dieser Wirkstoff (bekannt vom Präparat Aspirin®) hat laut einer 2010 im Journal für Clinical Oncology veröffentlichten Studie eine äußerst starke Wirkung gegen das Wiederauftreten von Brustkrebs. Anhand von Daten von 4164 Frauen mit Brustkrebs konnte gezeigt werden, dass von Frauen, die zusätzlich zur Standardtherapie alle 2 Tage Acetylsalicylsäure (ASS) einnahmen, 71 Prozent weniger an der Krankheit verstarben. ASS behindert die Metastasierung des Krebses. Bereits zu dem Zeitpunkt, an dem Krebs entdeckt wird, besteht er meist nicht mehr nur aus dem ursprünglichen Tumor, sondern hat woanders im Körper bereits Absiedlungen (Mikrometastasen) gebildet. Dies ist kein Problem, solange diese sich nicht noch weiter ausbreiten können. Hier setzt die Wirkung von ASS ein: Es behindert die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten), die eigentlich für die Blutgerinnung zuständig sind, Metastasen aber leider oft wie einen Tarnmantel zudecken und so für das Körperabwehrsystem unsichtbar machen. Werden die Thrombozyten gehemmt, wird also auch die Metastasierung zu einem großen Teil unterbunden.

Zwar war das Risiko für Magenblutungen unter ASS leicht erhöht, doch Magenblutungen lassen sich behandeln und wenn vorbestehende Magenprobleme rechtzeitig therapiert werden, ist die Wahrscheinlichkeit verringert, dass es überhaupt so weit kommt. Wenn Sie unter Sodbrennen oder saurem Magen leiden, nehmen Sie vor dem Start mit ASS täglich 20 Milligramm Omeprazol, einen Magensäureblocker, falls 20 Milligramm nicht reichen, erhöhen Sie auf 40 Milligramm. Die Beschwerden sollten darunter komplett verschwinden. Erst dann dürfen Sie mit ASS beginnen. Falls Sie weiterhin Magenbeschwerden haben, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie ASS einnehmen.

Wenn Sie unter Magenschmerzen leiden, lassen Sie bitte Ihren Magen untersuchen. Häufig steckt eine Magenschleimhautentzündung dahinter. Lassen Sie diese behandeln und beginnen Sie dann erst mit ASS. Eine Woche vor Operationen sollte das Präparat abgesetzt werden, da es Blutungen verstärken kann. ASS senkte in der Studie zudem das Risiko, überhaupt Krebs zu bekommen und das Risiko für alle Arten von Todesfällen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Antikrebswirkung von ASS nicht nur auf Brustkrebs beschränkt, sondern auch auf die meisten anderen Krebsarten. ASS schützt darüber hinaus vor Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Nehmen Sie alle 2 Tage 100 Milligramm ASS. Sie erhalten es rezeptfrei in der Apotheke. Falls Sie unter Magenbeschwerden leiden, sollten Sie diese erst vom Arzt behandeln lassen.

Vitamin D und ASS wirken gemeinsam: Vitamin D stärkt das Abwehrsystem gegen Krebszellen und ASS sorgt dafür, dass die Körperabwehr die Krebszellen überhaupt erkennen kann! Eine starke Kombination, zu der immer mehr Experten allen Krebspatienten raten.